Filmkritiken
Woche vom 26.02.2025
Mit ihrem filmischen Reisetagebuch feiern Timo Götz und Salima Oudefel die Weltoffenheit einfacher Menschen.
Renée Zellweger schlüpft erneut in ihre Paraderolle – und hat dabei genau wie der Film ein wenig Anlaufschwierigkeiten, findet dann aber, mit Peinlichkeiten und sehr charmanten Momenten seinen Groove.
Zwei Schwestern auf dem Weg von Warschau in eine Schweizer Sterbeklinik, wo die ältere selbstbestimmt ihr Leben beenden will. Der Film wirkt gerade dadurch anrührend, dass er sein Publikum mit dieser Situation konfrontiert, ohne es emotional zu überwältigen.
Dokumentarfilm über die tschechische Fotografin Libuše Jarcovjáková, der aus nichts anderem besteht als aus ihren Fotos, Texten aus ihrem Tagebuch und, ganz wichtig, Musik und Geräuschen.
Intensiver Horrorfilm, der sich nicht mit oberflächlichen Schockeffekten zufrieden gibt, sondern wie ein Dämon Körper und Geist durchdringt und die Frage nach dem Ort des Bösen unbeantwortet lässt.
Biopic über Bobb Dylans frühe Jahre, den Weg zum Star eigener Ordnung und die Rebellion gegen die Vereinnahmung durch Musikindustrie und dogmatische Fans.
Eine lange Nachtschicht im Krankenhaus ist auf atemlose neunzig Minuten verdichtet. Leonie Benesch brilliert auf dem schmalen Grat zwischen äußerer Beherrschung und unterschwellig brodelnden Gefühlen.
Der Spielfilm über ein real existierendes Theaterprojekt im Gefängnis Sing Sing bekommt durch die dokumentarisch anmutende Ästhetik und ein großartiges Ensemble aus echten Ex-Häftlingen eine seltene Authentizität und eine rohe Emotionalität. Ein »Knastfilm« der anderen Art, berührend, humorvoll, eindringlich.