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Axel Ranischs neuer Film ist im Vergleich zu seinen frühen »German Mumblecore«-Werken mit großer Finesse gestaltet und erzählt den Orpheus-und-Eurydike-Mythos in brillanten Bildern neu: als Opern-Pasticcio, das aber – hier bleibt sich Ranisch treu – alle Grenzen von E- und U-Musik wie auch die Regeln des Musikfilms charmant über den Haufen wirft und mit Schwung, Liebe und Humor überzeugt.
Verletzlich, verletzt und unglaublich stark spielt Julius Nitschkoff in André Szardenings' Kinodebüt einen 21-Jährigen, der zu nehmend an der verantwortungslosen Sorglosigkeit seiner nur 15 Jahre älteren Mutter (Lana Cooper) zu zerbrechen droht. Von Regisseur Szardenings in betörend schönen und traurigen Bildern erzählt.
Dokumentarfilm über den damals 15-jährigen Tadzio-Darsteller in Viscontis »Tod in Venedig«, Björn Andrésen, dessen Ausbeutung und Schattenseiten des frühen Ruhms. Neben rarem Archivmaterial holen die Filmemacher auch den mental fragilen, heute 66-Jährigen vor die Kamera.
Eine engagierte semifiktionale Hommage an das tragische Leben eines heimlich schwulen deutschen Schlagerstars mit Camp-Ästhetik und spielerischer Selbstreflexion.
Eine Prophezeiung besagt, dass der im Südsudan lebende Muzamil mit 20 sterben wird. Regisseur Amjad Abu Alala erzählt in seinem Debüt eine Emanzipationsgeschichte, die zugleich Freiheitsparabel ist für die Menschen, die sich gegen den Autokraten Umar al-Baschir gestellt haben.
Ein besseres Leben scheint für den Handwerker Rainer und seine Familie in greifbarer Nähe. Doch in dem Moment, in dem sie es scheinbar geschafft haben, zerplatzen all ihre Träume. In ihrem zweiten Spielfilm zeigt Mia Maariel Meyer auf überaus eindringliche Weise, dass ein sozialer und wirtschaftlicher Aufstieg in Deutschland kaum noch möglich ist.
Stark sein oder stark erscheinen? Jonas Rothlaender lässt eine Reihe von Männern vor seiner Kamera offen über Beziehungen und Sex reden – so offen und ehrlich, dass einem bisweilen mulmig wird.
Narrativ etwas vager, visuell beeindruckender Dokumentarfilm über Wrestlerinnen, die sich in der gefährlichsten Stadt der Welt behaupten und eine empowernde Gegenerzählung zu Machismos und Femiziden schaffen, ohne diese zu verharmlosen.
Die letzten Stunden der christlich-jüdischen Familie Klepper, die sich im Dezember 1942 gemeinsam das Leben nimmt. In Szene gesetzt wird das historische Ereignis als gewagte Mischung aus Psychodrama, Horrorfilm und Kammerspiel, schwankend zwischen Abstraktion und Realismus, einnehmend und abstoßend zugleich. Im Ergebnis niederschmetternd.
Ein lebendiges Porträt des legendären Streetart-Urvaters, das seine Arbeit im gesellschaftlichen Kontext ohne hagiographische Anwandlungen würdigt