Fin Oates
Cutter/in von:
Ein weiterer Beitrag von Alex Garland zum Kriegsfilmgenre, der sich der Sinnstiftung noch radikaler entzieht als »Civil War«. Ausschließlich nach den Erinnerungen der Beteiligten am geschilderten Ereignis inszeniert, wohnt dem Film eine bedrückende Aufrichtigkeit inne.
Manning Walker inszeniert nicht nur die Lebenslust und sexuelle Energie ihrer Protagonistinnen, sondern findet subtile Bilder für deren Angst. Mit der Entscheidung, aktuelle Diskurse um Deutungshoheit und die Definition von sexuellen Übergriffen ins Zentrum zu stellen, schafft der Film etwas, was bei Gesprächen zum Thema oft fehlt: Die Atmosphäre zu etablieren, die zu solchen Erlebnissen (meist) junger Frauen führt.