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07.03.2025
Pamela Hogan, ist eine amerikanische Produzentin, Journalistin und Regisseurin. Sie drehte den preisgekrönten Dokumentarfilm »Looks Like Laundry, Sounds Like Laury« und ist Co-Creator der Serie »Women, War & Peace«. Ihr mit Hrafnhildur Gunnarsdóttir realisierter Dokumentarfilm »Ein Tag ohne Frauen« startet am 13. März.
Der arme Nori
Ein bemerkenswertes Filmdebüt von Visar Morina, dem nur ein Schluss fehlt. Gezim (Astrit Kabashi), der Vater des 10-jährigen Nori (Val Maloku), den seine Frau verlassen hat, verschwindet nach Deutschland. Der Junge klaut dem Onkel (Enver Petrovci) Geld und folgt dem Vater zusammen mit Tante Valentina (Adriana Matoshi). Doch als er ihn findet geht der Ärger erst los.
Es gelingt sowohl das Verhältnis Vater – Sohn sensibel zu beleuchten, in dem Nori fast gleichberechtigt zu Gezim aufschließt, als auch die Situation der Migration in Europa zu schildern. Hier schlagen sich die beiden recht achtbar in brenzligen Situationen. Nur der Schluss ist etwas kryptisch geblieben. War es bereits unklar wie der Zugang zum Flüchtlingsheim geregelt ist, lässt Morina das Ende bewusst offen und den Zuschauer damit mit seinen Gedanken allein. Ist es Gezim gelungen Nori in eine Holzkiste zu verfrachten? Der wehrt sich mit Händen und Füßen…
Ein nicht unwichtiges Streiflicht fällt auf die patriarchale Gesellschaft des Balkans, in der die Jungen schnell erwachsen werden müssen.
Am Ende scheint Morina das Filmmaterial oder die Lust am Erzählen ausgegangen zu sein. Drum ist es nichts für Schluss-Fetischisten geworden. Unvollendet!